Kommt der Wolf ins Muldental?

 

(Stand: 10.04.2016)

 

Durch die erbarmungslose Jagd auf den Wolf, galt dieser lange Zeit als ausgerottet.

Fast 150 Jahre musste man Deutschland als „wolfsfrei“ bezeichnen.

Erst im Jahr 2000 gelang es einem zugewandertem Wolfspaar in der Oberlausitz (Sachsen) erfolgreich Welpen großzuziehen.

Fünf Jahre später, also 2005 gab es das zweite Wolfsrudel und seit 2009 gibt es auch Wolfsrudel außerhalb von Sachsen.

Auch in Westpolen breiten sich die Wölfe aus, diese stehen im Austausch mit denen in Deutschland und bilden die Mitteleuropäische Flachlandpopulation.

Nun erschließen die Wölfe immer mehr Territorien, was für die Fortschritte des bundesweiten Naturschutzes spricht.

Durch ein flächendeckendes Monitoring (systematische Erfassung durch verschiedene Beobachtungssysteme) wurden 31 Wolfsrudel, 8 Wolfspaare und 6 Einzeltiere nachgewiesen (Stand Monitoringjahr 2014/2015). Ein Monitoringjahr bezieht sich auf das erste Lebensjahr eines Wolfes, also vom 01. Mai bis 31. April des Folgejahres.

In Sachsen selbst gibt es aktuell 12 nachgewiesene Wolfsrudel und eine territoriale Wölfin.

Die Rudel befinden sich hauptsächlich im Norden und Osten des Freistaates Sachsen.

Gerade in der Oberlausitz, die wirtschaftlich geschwächt ist und dadurch einer hohen Arbeitslosenquote, sowie damit verbundenen Abwanderung unterliegt, bringt nun der Wolf den Tourismus und ein „wiederbeleben“ in die Region.

Da Sachsen sowie Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern eine recht hohe Wolfspopulation besitzen, werden auch die angeblichen Sichtungen immer häufiger.

Natürlich ist es heutzutage nicht mehr auszuschließen, dass einzelne Wölfe auch das Muldental auf der Suche nach einem eigenen Territorium durchstreifen und so gesichtet werden.

So wie beispielsweise bei einem durch eine Kamera dokumentierten Einzeltier im Raum Markkleeberg, Großenhain oder aktuell in der Dübener Heide.

Allerdings erweisen sich auch viele Sichtungen als Fehlmeldungen.

Bereits im Jahr 2014 sorgte ein Wolfshund im Raum Leipziger Land für Aufsehen und Fehlmeldungen.

Im Jahr 2015 glaubten viele Anwohner aus dem Bereich Altenhain, Ammelshain und Polenz ebenfalls einen umherstreifenden Wolf gesehen zu haben.

Leider muss man davon ausgehen das ein Großteil des Personenkreises, statt eines Wolf nur einen zum Verwechseln ähnlich aussehenden Hund beobachtet hatten.

Dieser stammte aus dem Dörfchen Altenhain und verließ gern ohne seinen Besitzer das Grundstück und streifte so allein umher.

Seit der Hund um die Weihnachtszeit letzten Jahres verstarb, verstummten auch die Stimmen über einen gesichteten Wolf im Muldentalkreis.

Auch aktuell ging aus einer Pressemitteilung des Kontaktbüros „Wolfsregion Lausitz“ hervor, dass sich mehrere Meldungen über einen Wolf im Raum südlich von Leipzig als falsch erwiesen.

Mit aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um eine Tschechoslowakische Wolfshündin, die am 10.04.2016 bei Kretschau narkotisiert und eingefangen wurde.(Quelle: sz-online.de, 10.04.2016)

Mögen diese Erkenntnisse für den Wolfsfreund enttäuschend sein, so freut sie die ängstlichen oder unaufgeklärten Bürger dieser Region.

Doch Angst und Abneigung gegenüber dem Wolf muss niemand haben.

Auch wenn Isegrim im Märchen viele Menschen erschaudern lässt, trug er in der Realität doch dazu bei, viele Herzen höher schlagen zu lassen.

Denn letztendlich ist er der Vorfahre von dem „Besten Freund“ des Menschen, dem Hund!

Fehlte damals noch die Erkenntnis, dass der Wolf aufgrund seines Sozialverhaltens zur Domestizierung der ideale Begleiter war, so lag es doch an der Nähe, die er seit jeher zum Menschen pflegte.

Doch fürchten muss man ihn deshalb trotzdem nicht.

Panik und Abneigung erscheinen noch paradoxer wenn man weiß, dass in vielen Großstädten Wildschweine bis in die Wohngebiete vordringen und zudem von einigen Menschen gefüttert werden.

Und das obwohl Wildscheine viel gefährlicher für den Menschen werden können und statistisch ebenfalls mehr Verletzungen an Personen verursacht haben.

Wenn verschiedene Medien also davon berichten, ein Wolf sei einem Wohngebiet sehr nahe gekommen und bezeichnen diesen dann als Problemtier, kann man davon ausgehen, dass es sich um Unwissenheit oder blanke Panikmache handelt.

Bei den aktuellen Berichten von Gegnern des Wolfes kann man zurecht von Panikmache sprechen.

Bereits in den Anfangsjahren der Wiederansiedlung von Wölfe in Deutschland, spekulierten einschlägige Medien mit Übergriffen auf Menschen.

Aber seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland, gab es keinen einzigen Übergriff auf einen Menschen.

 

Alle in diese Richtung gelenkten Berichte erwiesen sich als haltlos und falsch.

Natürlich darf man die Bedenken vieler Berufs-Nutztierhalter nicht außer Acht lassen, denn auch Nutztiere fallen in das Beutespektrum des Wolfes.

Deshalb bemühen sich viele Organisationen um die Schulung von Haltern im Bereich Herdenschutz.

Darüber hinaus bekommen die Halter eine Ausgleichszahlung durch die entsprechenden Länder, wenn nicht auszuschließen ist das diese Nutztiere durch Wölfe gerissen wurden.

Auch wenn es für einzelne Halter zu Verlusten kommen kann, gehören Nutztiere prozentual nicht so oft zum Speiseplan des Wolfes.

Dies zeigt eine unwiderrufliche Studie, die das Lupus Institut anhand von Wolfslosung (Kot des Wolfes) durchgeführt hat.

Diese zeigt das die Nahrung eines Wolfes zum größten Teil aus Wildtieren, wie Rehen und Wildscheinen besteht.

 Gerade einmal 0,75 % Biomasse machen Haustiere in der Nahrung des Wolfes aus.

Das ausführliche Ergebnis dieser Studie, sowie viele weitere Informationen zum Thema Wolf könnt ihr unter:

 

Nahrungsökologie des Wolfes

und

www.wolfsregion-lausitz.de

nachlesen.

 

Diese Studie zeigt zugleich, wie haltlos und paradox einige Argumente von Wolfsgegnern sind.

Es ist bekannt das Schäden in der Land- und Forstwirtschaft durch eine Überpopulation an Reh- sowie Schwarzwild entstehen können.

Zugleich erklären jedoch die Jagdgesellschaften, sie würden die Bestände an oben genannten Wildtieren nur mit Mühe eindämmen können.

Warum also erklärt man den Wolf trotzdem zum Feind und Konkurrenten?

Weiterhin erklären sich Jäger zu Bestandsregulierern und Meister für die Selektion von kranken Tieren.

Doch stimmt das?

Müssen sich nicht einige Jagdverbände eingestehen, dass ihre Mitglieder gerade bei Wildschweinen die „Rottenstruktur zerschossen“ haben und so eine unkontrollierte Vermehrung von Wildscheinen hervorgerufen haben?

Der Wolf beherrscht die Detektierung von kranken Tieren jedoch viel besser.

Kanadische Studien beweisen, dass Wölfe kranke Tiere bis zu vier Wochen vor Ausbruch einer Krankheit erkennen können.

Menschen die sich trotz aller Tatsachen nicht geschlagen geben, behaupten nun der Jagderfolg bleibe aus, weil sich durch den Wolf weniger Wild im Gebiet befindet.

An dieser Stelle sei gesagt, dass es noch nie soviel Reh- und Schwarzwild gab wie aktuell, auch nicht zu Zeiten des Mittelalters.

Denn früher wurde der Wald viel mehr ausgebeutet und für die Haltung von Nutztieren missbraucht (Hutewaldwirtschaft, Nutzung von Laub als Wintereinstreu etc.).

Die Waldrodung war schonungslos und unüberschaubar.

Allein 3000 Eichen musste man für ein großes Segelschiff der königlichen Flotte fällen.

Abschließend möchte ich dazu, jedem Kritiker die Möglichkeit bieten, sich selbst ein Bild vom aktuellen Wildbestand zu machen.

Als Tierfotograf kenne ich die Gebiete und Regionen des Wildes und biete daher gern Exkursionen an.

 

Liebe Muldentaler,

lasst euch beim Thema Wolf keinen Bären aufbinden!



ACHTUNG, die Natur wird zur Kinderstube!

 

Viele heimische Wildtierarten hatten in den vergangen Monaten ihre Paarungszeit.

Die meisten unserer Säugetiere bringen ihre Jungen zwischen März und Juni zur Welt.

Jetzt ist es Mitte Februar und schon bald wird der erste Nachwuchs das Licht der Welt erblicken.

Von da an gibt es für die Nachkömmlinge der verschiedenen Tierarten nur ein Ziel, Überleben!

Viele von ihnen sind in den ersten Tagen völlig hilflos und auf den Schutz und auf die Versteck-Strategien ihrer Eltern angewiesen. Die Jungen der Füchse (Welpen) und Dachse beispielsweise, obliegen dem Schutz des Baues, den die Elterntiere als Geburtsstätte und Unterschlupf gegraben haben.

Wobei der Fuchs bei den Bauarbeiten lieber dem Dachs den Vortritt lässt.

Deshalb kommt es auch häufig vor, dass sich Fuchs und Dachs einen Bau teilen. Für die kleinen Fuchswelpen und die kleinen Dachse besteht also eher die Gefahr, dass ihre Eltern von einem Jäger geschossen oder von einem Fahrzeug überfahren werden und sie dadurch nicht überleben.

Füchse und Dachse unterliegen im sächsischen Jagdgesetz keiner Schonzeit und dürfen deshalb das ganze Jahr geschossen werden. Leider sagt man dem Fuchs heute immer noch nach, dass er ein gefährlicher Krankheitsüberträger ist. Deshalb wird er von so manchem Jäger verbittert bejagt.

Doch das stimmt so nicht!

Er galt lange Zeit als Tollwutüberträger, aber mit sogenannten Impfködern, gilt die Tollwut in Deutschland mittlerweile als ausgerottet.

Um andere Krankheiten zu übertragen, ist der Fuchs viel zu scheu. Da er Menschen meidet, kann es nur in sehr selten Fällen zu einer Übertragung bestimmter Krankheiten kommen.

Da der Fuchs auch Aas und kranke Tiere frisst, ist er eher als Gesundheitspolizei des Waldes zu sehen!

Wildschweine bekommen ihre Jungen ebenfalls zwischen März und Juni.

Allerdings können die ersten Frischlinge (Wildschwein Jungtiere) auch schon im November des vergangenen Jahres geboren werden. Dies hängt ganz davon ab, wann in einer Wildschwein-Rotte die Leitbache die Rauschzeit (Paarungszeit) bestimmt.

Eine Rotte ist eine Gruppe von Wildschweinen, die aus Bachen (weibliche Wildschweine), Überläufern (männliche und weibliche Tiere, im Wechsel zwischen 1. und 2. Lebensjahr) und Frischlingen (Jungtiere) besteht. Der Keiler (männliches Wildschwein) stößt nur zur Rauschzeit zur Rotte dazu. Wird die Leitbache beispielsweise von Jägern geschossen, verändert sich die Rauschzeit unkontrolliert, da dann die Überläuferbachen selbst die Paarungsbereitschaft hervorrufen.

Generell sollte man sich von jungen Wildtieren fernhalten, da unsere Anwesenheit einerseits sehr viel Stress für die Tiere bedeutet und anderseits kann es vorkommen, dass die Elterntiere ihre Jungen nach einem Kontakt mit Menschen nicht mehr aufsuchen.

Bei Wildschweinen kann das auch fatale Folgen für den Menschen haben, da eine Bache mit Frischlingen sehr aggressiv reagieren kann.

Ihre Eckzähne sind sehr gefährlich und können schwere Verletzungen verursachen.

Anders als der Fuchs und der Dachs, haben Rehe und Feldhasen kein festes Quartier für ihre kleinen Schützlinge. Die Jungen verstecken sich gut getarnt auf Wiesen und in lichten Wäldern, wo sie nur hin und wieder von ihren Eltern zum säugen aufgesucht werden.

Häufig fallen viele Tiere dem Mähdrescher zum Opfer, da sie bei der Ernte auf Wiesen und Feldern unentdeckt bleiben.

Aktuell fallen aber immer mehr Jungtiere einer ganz anderen Bedrohung zum Opfer.

Diese Bedrohung ist des Menschen bester Freund, der Hund.

Jeder Hundebesitzer sollte daher in der Zeit von März bis Juni besonders auf seinen vierbeinigen Freund aufpassen.

Denn wenn der Hund ein Wildtier reißt, ist das nicht nur traurig oder tragisch, sondern kann den Tatbestand der Wilderei nach § 292 Strafgesetzbuch erfüllen. Wilderei ist eine Straftat, die mit Geld- oder Gefängnisstrafe bis zu 3 Jahren geahndet werden kann.

 



 

                   +++Update Wildkatze 1.1.+++

Nach 100 Jahren wurde Wildkatze nachgewiesen!

 

Kürzlich berichtete Nature Support über die Vermutung, dass sich eine echten Wildkatze im Bereich des Naturschutzgebietes „Polenzwald“ angesiedelt hat.

 Die Größe, die Bewegungsweise und die äußeren Merkmale deuteten sehr darauf hin.

 Aber wie in dem Bericht bereits erwähnt, kann ein direkter Nachweis echter Wildkatzen nur Mittels einer genetischen Analyse festgestellt und bestätigt werden.

 

Dieser Nachweis ist jetzt dem Senckenberg-Institut Dresden, bei der Gewebeuntersuchung einer Wildkatze gelungen, die zuvor tot auf einer Bundesstraße der Dübener Heide gefunden wurde.

Das Ergebnis des Senckenberg-Instituts ist der Beweis, dass die Wildkatze nach über 100 Jahren nach Nord-Sachsen zurückgekehrt ist.

Nach Aussage des „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)“ wird sich dieser gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordsachsen, dem Bundesforst und anderen Akteuren auf die Suche nach weiteren Exemplaren begeben.

 

Um den Verdacht einer Ansiedlung von Wildkatzen im Polenzwald zu erhärten, werden genau wie in der Dübener Heide, sogenannte „Lockstöcke“ in diesem Bereich ausgebracht.

Dies sind rau strukturierte Holzlatten, die mit Baldrian bestrichen werden.

Wildkatzen fühlen sich von dem Geruch des Baldrians angezogen und reiben sich dadurch an den Holzlatten.

Mit etwas Glück kann man dadurch Haarproben für eine genetische Analyse sicherstellen.

Von der im Zeitraum Oktober 2015 bis Januar 2016 beobachteten Wildkatze, fehlt aber seit den im Januar begonnen Baumfällarbeiten jede Spur.

 


Baumfällarbeiten im Naturschutzgebiet "Polenzwald"!

 

Im letzten Quartal des Jahres 2015, wurde im Naturschutzgebiet Polenzwald (51.314245, 12.630336), mit Baumfällarbeiten begonnen.

Die Waldarbeiten dauern derzeit noch an und werden großflächig mit schwerem Gerät betrieben. Durch den „Kahlschlag“ sind viele Anwohner darauf aufmerksam geworden und einigen kam Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Arbeiten.

Daraufhin stellte Nature Support eine Anfrage, zur Klärung des Sachverhaltes beim zuständigen Naturschutzbeauftragten.

Dieser handelte rasch und bestätigte die Rechtmäßigkeit der Baumfällarbeiten im Polerzwald.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hatte bereits im April 2014 gemeinsam mit dem Umweltamt beschlossen, Forstarbeiten zum Wohl und zur Entwicklung der Stieleichen und Hainbuchen durchzuführen. Hierzu werden Birken, Espen (Zitterpappel) und zum Teil auch Ahornbäume gefällt.

Des Weiteren sollte eine Fläche, die sich im Laufe der Jahre von selbst mit Linden, Ebereschen und Eschen bewaldet hat, beerntet werden, um Eichen zu pflanzen.

Dies lehnte das Umweltamt jedoch ab.



Massensterben am Waldbad!

 

Mitte des Sommers 2015, kam es zu einem Massensterben der gemeinen Teichmuschel, diese trieben unschwer zu erkennen, zu tausenden auf der Wasseroberfläche.
Ihre leeren Schalen wurden durch das Wasser, rings um den Strand des Waldbades (51.313407, 12.629306) gespült.
Die Muscheln lösen sich beim sterben von der Schale und bleiben vorerst auf dem Grund des Gewässers liegen.
Erst beim Verwesungsprozess steigen die Muscheln zur Wasseroberfläche auf.
Dieser Prozess war auch die Ursache für den übelriechenden Geruch, der sich Wochen danach ausbreitete.
Das es zu einem so zahlreichen Sterben bei Muscheln kommt, ist nicht ungewöhnlich.
Auch in anderen Regionen kommt es zu solchen Phänomenen.
Allerdings sollte man wissen, dass Muscheln der Familie Unionidae (beispielsweise Große Teichmuschel und gemeine Fluss- oder Teichmuschel) durch zunehmende Gewässerverschmutzung gefährdet sind und daher unter Naturschutz stehen.
Für ein gesundes Ökosystem sind die Muscheln sehr wichtig.
Sie leisten einen großen Beitrag bei der Reinigung von Gewässern, da sie mehrere hundert Liter Wasser am Tag filtern können.
Auch Fische wie der Bitterling profitieren von der Teichmuschel. Denn er legt seine Eier in den Kiemenraum dieser ab, wo sie geschützt die Embryonalentwicklung durchmachen und danach die Muschel verlassen.
Die Ursache für das plötzliche Massensterben, wird weiter unklar bleiben.
Durch den sehr trockenen Sommer des letzten Jahres, könnte die Vermutung nahe liegen, dass Sauerstoffmangel dieses Sterben der Muscheln verursacht hat.
Allerdings sind keine anderen Lebewesen, wie zum Beispiel Fische oder Krebse, dem trockenen Klima zum Opfer gefallen.
Deshalb könnte auch ein verschmutzter, übersäuerter Gewässerboden, durch Umweltgifte oder durch das, bei Anglern beliebte übermäßige „Anfüttern“ Ursache dafür gewesen sein. Der regionale Anglerverband leistete aber auch einen großen Betrag, bei der Reinigung des Gewässers und der Entsorgung der Muschelkadaver.



Sind die Wildkatzen da?

 

Heute folgte Nature Support den Spuren der "Wildkatze"!

Gesichert ist das trotz Fotos, Spuren und typischen Merkmalen jedoch nicht. Denn leider gibt es viele verwilderte Katzen oder sogenannte Hybriden. Dies sind Verpaarungen aus Wild- und Hauskatzen.

Ein sicherer Beweis wäre in diesem Fall nur ein Gentest.

Ob Wild- oder Hauskatze, sie scheint sich hier fest angesiedelt zu haben, was für eine intakte Natur des Brandiser Umlandes spricht.

Echte Wildkatzen sind sehr scheu und leben vorwiegend in unberührten Laub- oder Mischwäldern. Im Bundesjagdgesetzes steht sie unter Schutz und wird ganzjährig geschont. Im Jahr 2000 wurde die Populationen auf 1700 bis 5000 Tiere in der gesamten Bundesrepublik geschätzt.
Derzeit wird ihr Gebiet von Baumfällarbeiten im Polenzwald/ Waldbad gefährdet. Dazu wird im Naturschutzgebiet mit schwerem Gerät gearbeitet (siehe Fotos).